AfD will Tarek K.I.Z indizieren lassen!

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Was Tarek K.I.Z von der AfD hält, hat er schon Ende 2019 gezeigt, als sein Video zu “Nach wie vor” released wurde. Darin zu sehen: Jede Menge Schauspieler, die verdächtig an Alexander Gauland, Alice Weidel und Björn Höcke erinnern. Irgendwann im Lauf des Clips kommt es dann zum Kampf zwischen Tarek und eben genau diesen Schauspielern und die vermeintlichen AfD-Politiker erleben das Ende des Songs gar nicht, denn Tarek tötet sie nach und nach alle. Man sieht viel (Kunst) Blut und Gemetzel. Daraufhin machte Erika Steinbach ihre Empörung über Tareks Video auf Twitter deutlich:

Aber auch in den YouTube-Kommentaren unter dem Video ging’s richtig ab. Leute bezeichneten Tarek als krank, das Video sei abartig, geschmacklos oder ekelhaft. Manche gingen sogar so weit und meinten, dass die Szenen sie an Videos vom Islamischen Staat erinnern. Das Ganze führte dann zu einer Diskussion darüber, ob das der richtige Umgang mit einer Partei wie der AfD und ihren Anhängern ist und wie weit Kunst überhaupt gehen dürfe. Schon 2018 machte die AfD klar, was sie wiederum von der Mucke und Kunst von K.I.Z hält: In diesem Jahr schickte die Partei eine kleine Anfrage an die Bundesregierung. Warum? Alles begann mit einem Auftritt von K.I.Z beim Anti-Rechts-Konzert #wirsindmehr im September. Wer K.I.Z verfolgt, weiß, dass bei Tarek, Maxim und Nico Sarkasmus groß geschrieben wird. Aber der “BILD”-Zeitung war dieses kleine, aber wichtige Detail entweder egal oder untergegangen, denn diese brachte kurze Zeit später einen Artikel mit folgender Headline: “27 Minuten Hass auf Veranstaltung gegen Hass”. Tarek reagierte dann so:

In dem Artikel zitierte die “BILD” einige K.I.Z-Lines, aber völlig aus dem Kontext gerissen und sprach von Hass-Auftritt wegen den Lyrics. Danach gab es jedenfalls einen Shitstorm für die Zeitung, weil sie offenbar nicht mitbekommen hat, dass K.I.Z immer Übertreibungen, Satire oder Ironie des Grauens in ihre Texte einbauen. In ihrer kleinen Anfrage schrieb die AfD dann in den Betreff, dass es um die “Verbreitung von Rap-Songs mit Hass-Texten wie beim Chemnitzer Musikkonzert„Wir sind mehr“ im öffentlich-rechtlichen Rundfunk” gehe. Konkret ging es der Partei um folgende Songs von K.I.Z: “Urlaub für’s Gehirn”, “Ein Affe und ein Pferd”, “Boom Boom Boom” und “Hurra die Welt geht unter”. HIER könnt ihr euch die Anfrage der AfD und die Fragen an die Bundesregierung durchlesen.

AfD will K.I.Z indizieren lassen

Jetzt tut die AfD es schon wieder: Im Brandenburger Landtag hat die AfD-Fraktion nun wegen Tareks Song “Nach wie vor”gefordert, dass das Video als jugendgefährdender Tonträger indiziert wird. Sowohl Tarek als auch der Insta-Account von K.I.Z haben Ausschnitte aus dem Schreiben der AfD in ihren Insta-Storys geteilt. Tarek nimmt es auch diesmal wieder mit Humor und meint, dass er sich sein Video lieber schnell noch ein paar Mal anschaut, bevor es auf dem Index landet. Seinen Fans legt er nahe, dasselbe zu tun und gönn swipe up zum Video. Mal sehen, was als nächstes im Fall AfD vs. K.I.Z passiert … Hier seht ihr die Posts:

FOTOS: INSTAGRAM.COM/TAREKKAIZETT

Das Titelbild von Tarek wurde von Sharon Cronin geschossen.

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